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Schiffsunfall TMS Waldhof
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St. Goarshausen. Mit Beginn der Einleitung der Schwefelsäure aus dem havarierten TMS „Waldhof“ in den Rhein, heute Mittag, 7. Februar 2011 nahm das Gewässeraufsichtsschiff „Burgund“ erneut andauernde Messungen des Rheinwassers unterhalb der Unfallstelle auf. Der normale pH-Wert im Rhein beträgt etwa 8,0 bis 8,1. Um 14:00 Uhr, zirka zwei Stunden nach Beginn der überwachten Einleitung der Schwefelsäure in den Rhein bei Kilometer 555,4, wurde in 200 Meter Abstand zur „Waldhof“ ein pH-Wert von 6,2 gemessen.
Seit der Havarie am 13. Januar sind bereits etwa 900 Tonnen der Säure aus dem TMS "Waldhof" ausgetreten
St. Goarshausen. Nach Auswertung aller Ergebnisse der Untersuchungen am Havaristen nach dem Leichtern der Säure aus Tank 7 der TMS „Waldhof“ in das TMS „Erlenhof“ hat sich die Einsatzleitung heute Morgen, 7. Februar 2011, entschieden, einen Teil der verbliebenen Ladung kontrolliert in den Rhein zu leiten. Beim Umpumpen von Tank 7 in das Transportschiff kam es am Samstagabend zu Veränderungen der Stabilität des auf der Seite liegenden Havaristen. Das Vorschiff sackte etwa 20 Zentimeter in Richtung Kolk ab, was zu einer Durchbiegung und Torsion (Verdrehung) des Schiffskörpers führte.
St. Goarshausen. Die hochkonzentrierte Säure aus dem ersten Tank (Nummer 7) des havarierten TMS „Waldhof“ wurde am Samstagabend, 5. Februar 2011 geleichtert und mit der TMS „Erlenhof“ nach Ludwigshafen gebracht. Zurzeit werten die Experten des Bergungsteams den Umpumpvorgang aus und stimmen das weitere Vorgehen innerhalb des Bergungskonzeptes ab. Außerdem wurde am heutigen Sonntag der Inhalt aus Tank 6 zur Homogenisierung in den leeren Tank 7 umgepumpt. Die TMS „Erlenhof“ wird am Dienstagmorgen wieder an der Loreley erwartet.
St. Goarshausen. Das Bergungsteam am havarierten TMS „Waldhof“ beginnt in diesen Minuten damit, die hochkonzentrierte Schwefelsäure aus Tank 7 des Havaristen in einen Edelstahltank des TMS „Erlenhof“, das heute am frühen Samstagmorgen an die Loreley gekommen ist, umzupumpen. Nach derzeitigen Einschätzungen soll der Vorgang etwa ein bis zwei Stunden dauern.
St. Goarshausen. Die Bergung des Tankmotorschiffs (TMS) „Waldhof“ kommt erneut in eine entscheidende Phase. Die Fachleute von BASF, des Bergungsunternehmens Mammoet, der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und der Feuerwehr stimmten am heutigen Freitagmittag mit der Einsatzleitung das Konzept zur Leichterung der Ladung ab. Dazu wird am Wochenende ein Edelstahltanker an der Unfallstelle erwartet.
St. Goarshausen. Planmäßig wurden am heutigen Donnerstagmorgen, 3. Februar 2011, vorinformierte Schiffe durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen zur Talfahrt aufgefordert. Es wird erwartet, dass bis zum Anbruch der Dunkelheit bis zu 60 Schiffe talwärts am Havaristen vorbei geführt werden. Die Bergfahrt bleibt bis auf weiteres gesperrt. Zu Veränderungen hinsichtlich der bestehenden Schifffahrtsregelungen wird auf die Informationen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen (Link) verwiesen.
St. Goarshausen. „Heute ist ein guter Tag für die Schifffahrt“ so Martin Mauermann, Havarieleiter Wasser. Die Versuchsfahrten sind erfolgreich verlaufen. Bereits heute, Mittwoch, 2. Februar 2001, am Morgen lenkten acht Schiffsführer, unter Mitfahrt nautischer Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, ihre Schiffe in konzentrierter, aber dennoch entspannter Atmosphäre an der Unfallstelle vorbei. Die Überwachung des Havaristen während der Vorbeifahrt ergab eine stabile Lage.
Unabhängig von der Schuldfrage soll die Havarie des TMS Waldhof untersucht werden
St. Goarshausen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten heute, am Mittwoch, 2. Februar 2011, 16 Schiffe an der Unfallstelle kontrolliert vorbeigeführt werden. Im Gedenken an die Verunglückten passierten einige der Talfahrer das gekenterte Tankmotorschiff (TMS) „Waldhof“ auf Halbmast beflaggt. Ab morgen, Donnerstag, 3. Februar bis einschließlich Samstag, den 5. Februar 2011 ist die Durchführung der Talfahrt nach den Vorgaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen (Link -> Informationen Nr. 22 an die Schifffahrt) vorgesehen.
St. Goarshausen. Heute, Mittwoch, 2. Februar 2011, gegen 9:35 Uhr konnte der erste Probefahrer die Unfallstelle beim havarierten TMS „Waldhof“ talwärts passieren. Bei dem ausgewählten Schiff handelte es sich um die „Pugna Vitae“, ein 80 m langes, nicht beladenes Gütermotorschiff. Weitere sechs ausgewählte Schiffe werden, im Laufe des heutigen Morgen, begleitet von je einem Nautiker des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, am Havaristen vorbeigeführt.
Probeweise Talfahrt für die Schiffahrt am Mittwoch, 2. Februar 2011
St. Goarshausen. Seit heute, Dienstag, 1. Februar 2011 (Stand 19:00 Uhr) ist die Explosionsgefahr in allen Ladetanks der „Waldhof“ ausgeräumt. Die Tanks werden mit Stickstoff begast und der darin entstehende Wasserstoff verdrängt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen hat die Gefährdungslage unter diesen geänderten Randbedingungen neu bewertet und beschlossen, morgen erste Fahrten zu Tal probeweise zuzulassen. Die hierfür in Frage kommenden Fahrzeuge werden vom WSA Bingen direkt angesprochen.
St. Goarshausen. Den Experten gelang am gestrigen Montag ein großer Erfolg. Die technische Herausforderung, den überwiegend unterhalb des Rheinwasserspiegels liegenden Tank 1 anzubohren und zu inertisieren, ist gelungen. Nun kann man von einem nahezu wasserstofffreien Havaristen sprechen. Es besteht keine Gefährdung mehr für die Anwohner; Sperrungen von Straße und Bahn sind vorerst nicht mehr erforderlich.
Umweltministerin Margit Conrad heute, am Montag, 31. Januar 2011 auf Laborschiff MS Burgund: Dank an Einsatzkräfte
Mainz. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad besuchte heute den Ort des Havaristen an der Loreley und nahm an der Besprechung zur aktuellen Lage teil. „Die Havarie ist eine der schwierigsten Lagen der letzten Jahre. Ich bin zuversichtlich, dass man die Dinge zu einem guten Abschluss bringen kann. Aber das ist kein Spaziergang“, sagte Conrad.
Kontrollierte Bergfahrt am Dienstag für die Rheinschifffahrt zugelassen
St. Goarshausen. Am heutigen Montag, 31. Januar 2011 sind die Arbeiten am havarierten TMS „Waldhof“ ein gutes Stück vorangekommen, wie Martin Mauermann, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, mitteilt. Die Tanks 3 und 6 sind derzeit mit jeweils circa 500 Millimeter großen Öffnung versehen, Tank 7 ist über den an Deck befindlichen Dom (werkseitig vorhandene Öffnung zum Ladetank) zugänglich. Diese Öffnungen dienen als Zugang für die schichtweise Beprobung des Ladegutes und dem späteren Anbringen der Saugpumpen. Zudem gelang es den Spezialisten heute kleine Öffnungen in die bisher unzugänglichen Tanks 1 und 2 zu bohren, um Stickstoff einleiten zu können.
Über 450 Schiffe warten auf die Talfahrt. Für Dienstag, 1.2.2011 sind keine Sperrungen geplant
St. Goarshausen. Am heutigen Montag, 31. Januar 2011 sprach der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, Martin Mauermann, auf der Lagebesprechung von einem weiteren wichtigen Schritt bei der Bergung des TMS „Waldhof“. Der gefallene Wasserstand des Rheins erlaubt nun doch ein Anbohren des Tanks 2 und damit gegebenenfalls auch das spätere Abpumpen der Säure aus diesem Tank in einen der bereitstehenden Schubleichter. Die Landesumweltministerin Margit Conrad ließ sich heute vor Ort Details zum weiteren Vorgehen der Bergung erläutern und sprach auf der Lagebesprechung auch ihren Dank für die bisher hervorragende Arbeit der Havarieleitung, der Bergungsteams und der Einsatzkräfte aus.
St. Goarshausen. Sonntag, 30. Januar 2011 – es ist Tag 18 nach der Havarie des Tankmotorschiffs „Waldhof“ im Mittelrhein am Fuß der Loreley bei St. Goarshausen. Die komplexen Bergungsmaßnahmen sind in eine entscheidende Phase gekommen. Das Bergungsteam der beteiligten Fachleute von BASF, des Spezialunternehmens Mammoet, das schon das russische Atom-U-Boot Kursk gehoben hat, der Feuerwehr und des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Bingen arbeiten mit Hochdruck. Die sieben mit Schwefelsäure beladenen Tanks des Havaristen sind beprobt. Die Säure hat sich mit Wasser vermischt, in allen Tanks wurde Wasserstoff festgestellt. Diesen gilt es, aus den Laderäumen zu bekommen – Explosionsgefahr droht. Entsprechend vorsichtig arbeiten die Spezialisten. Jeder Handgriff muss vorher genau durchdacht sein. Die Zeit bis zur nächsten großen Lagebesprechung gibt die Möglichkeit für einen Rückblick im „Gemeinsamen Pressezentrum Havarie Loreley“, das sich im Gebäude der Verbandsgemeindeverwaltung in St. Goarshausen eingerichtet hat.
St. Goarshausen. Die Arbeiten am Havaristen sind wie vorgesehen fortgesetzt worden und inzwischen für heute abgeschlossen. Unter anderem ist es gelungen, in den Tank drei ein circa 500 Millimeter großes Loch zu schneiden (Wasserstrahlschneideverfahren). Mit Hilfe eines ferngesteuerten Stahlsaugfußes konnte dieser Zugang für die Saugpumpen vom Deck aus geschaffen werden.

